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BäckerInnen & KonditorInnen: Diese Weiterbildungen gibt es

09. Februar 2022

Eine Ausbildung im Backhandwerk dauert in der Regel drei Jahre. Nach dem Ablegen der Gesellenprüfung gibt es eine Vielzahl an Spezialgebieten, in denen eine Weiterbildung möglich ist. Dabei können sich die Karrieren von BäckerInnen und KonditorInnen unterscheiden. 

Weiterbildungen als BäckerIn: Diese Karrieremöglichkeiten gibt es   

Die wohl bekannteste Weiterbildung ist die Meisterprüfung, die nach einer Weiterbildung an der Fachhochschule abgelegt werden kann. Dieser Karriereweg ist interessant für Bäckerinnen und Bäcker, die auf eine Selbstständigkeit hinarbeiten oder als AusbilderInnen arbeiten möchten. Bevor man seine eigene Bäckerei gründet, sollte man sich Kenntnisse in Betriebswirtschaft aneignen. Über ein Fernstudium kann man beispielsweise Seminare neben der Arbeit absolvieren oder Kurse an der Volkshochschule besuchen. Zudem empfiehlt es sich, genug Berufserfahrung zu sammeln, bevor man seinen eigenen Betrieb eröffnet. Gehaltstechnisch verbessern sich Bäckermeister um circa 10.000 Euro pro Jahr im Vergleich zu einem durchschnittlichen GesellInnengehalt. 

Hat man außer der Gesellenprüfung auch noch das Abitur in der Tasche, können sich Bäckerinnen und Bäcker an der Universität weiterbilden. Studiengänge wie zum Beispiel Lebensmitteltechnologie öffnen Tür und Tor für weitere Berufe im Lebensmittelbereich. Jobs im Einkauf, Marketing, Vertrieb oder in der Verfahrens- und Produktentwicklung können nach dem Studium ausgeführt werden. Auch auf den Geldbeutel hat ein Hochschulstudium Auswirkungen: Verdient ein/e BäckergesellIn im Durchschnitt 28.000 Euro brutto im Jahr, kann ein/e LebensmitteltechnologIn ein Gehalt bis zu 60.000 Euro brutto jährlich erreichen.  

Karrieremöglichkeiten für KonditorInnen: Diese Weiterbildungen gibt es 

Konditorinnen und Konditoren spezialisieren sich in ihrer Ausbildung auf süße Backwaren. Die Herstellung von Torten, Kuchen oder Pralinen gehört zum Berufsalltag. 

Nach erfolgreicher Ausbildung, darf man sich Konditorgeselle nennen. Ein klassischer Karriereweg als Konditor ist danach die Meisterprüfung abzulegen, um Fach- und Führungsaufgaben in einem Betrieb zu übernehmen. Mit genug Berufserfahrung und Kenntnissen in Betriebswirtschaft steht auch einer Selbstständigkeit nichts im Wege. Besitzt man als Konditormeister sein eigenes Unternehmen, kann man dort auch andere ausbilden. Entscheidet man sich nach der Ausbildung für die Meisterprüfung, kann das durchschnittliche Gesellengehalt von rund 28.000 Euro brutto im Jahr auf bis zu 40.000 Euro aufgestockt werden. 

Ist einem das Konditorhandwerk nicht genug, gibt es zahlreiche Karrierewege. So können Konditorinnen und Konditoren nach der Gesellenprüfung beispielsweise eine Weiterbildung zu dem oder der TechnikerIn mit der Fachrichtung Lebensmitteltechnik mit dem Schwerpunkt Bäckereitechnik absolvieren. Bei der Herstellung und Verarbeitung von Süß- und Backwaren umfasst das spätere Berufsbild die Planung, Überwachung und Optimierung der Produktionsabläufe. Als BäckereitechnikerIn kann man ein Bruttojahresgehalt von rund 44.000 Euro erreichen. 

Möchte man als KonditorIn das Gespür für feine Süßigkeiten ausbauen, ist eine Weiterbildung zum Pâtissier empfehlenswert. Obwohl man für diesen Beruf offiziell keine Back- oder Konditorenausbildung benötigt, bestehen viele Betriebe auf eine Weiterbildung in diesem Bereich. Die Herstellung von hochwertigen Torten, Kuchen bis hin zu Speiseeis verleiht diesem Berufsbild eine künstlerische Note. Belohnt werden diese „Küchen-KünstlerInnen“ mit einem Brutto-Jahreseinkommen von bis zu 34.000 Euro.

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