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Steinmetz – ein Beruf mit Geschichte

25. Oktober 2021

Steinmetz ist einer der ältesten Berufe der Menschheit. Wer sich für eine Ausbildung zum Steinmetz entscheidet, blickt auf eine beinahe 40.000 Jahre Fertigkeit zurück. Heute werden allerdings keine Pfeilspitzen mehr aus Stein hergestellt. Die Produkte, die ein Steinmetz heute herstellt, helfen nicht mehr unbedingt beim Jagen, sondern eher beim Zubereiten von Beutetieren. 

Die Tätigkeiten von Steinmetzen sind sehr vielfältig. Zum einen gibt es viele verschiedene Steinarten, wie Naturstein, Kunststein, Marmor oder Pflasterstein. Zum anderen lassen sich aus all diesen verschiedenen Steinen die unterschiedlichsten Dinge anfertigen: Fußböden, Fassaden, Denkmäler, Statuen, Küchen, Brunnen oder Grabsteine. 

Als Steinmetz ist nicht nur das bloße Beherrschen von Hammer und Meißel, wie es in der Vorstellung Vieler vielleicht sein mag, von Bedeutung. Heutzutage ist der Beruf des Steinmetzes mit viel mehr verbunden. Zwar werden Steinmetze zur Restaurierung alter Gebäude oder Denkmäler weiterhin gebraucht. Sie haben aber vielen weiteren Bereichen die Möglichkeit, sich künstlerisch zu entwickeln.

Was macht eigentlich ein Steinmetz?

Steinmetze werden in einer dreijährigen dualen Ausbildung zu ihrem Beruf ausgebildet. Dabei kann der Steinmetz als Ausbildungsberuf in verschiedenen Betrieben absolviert werden: Steinmetzwerkstätten, Grabsteinwerkstätten, Restaurierungsbetriebe, Museumswerkstätten, Kirchenbauämter oder in Dombauhütten oder Marmorwerken.

Der Steinmetz kann im letzten Jahr seiner Ausbildung zwischen den Schwerpunkten Steinmetzarbeiten oder Steinbildhauerarbeiten wählen. Vorher werden Grundlagen der Steinmetzarbeit und der Steinbildhauerarbeiten gelehrt. Auszubildende erlenen dabei, wie Steine und Rohstoffe perfekt zu Steinplatten verarbeitet, aber auch, wie man künstliche Steine herstellt oder wie Maschinen und Regelungsanlagen eingestellt und bedient werden. 

Wer Steinmetz werden will, der sollte nicht nur handwerklich begabt sein. Denn die Steinbildhauerei und Steinmetzarbeit hat mehr zu bieten als reines Handwerk. Auch künstlerisches Talent und Kreativität ist bei der Ausbildung zum Steinmetz von Vorteil.

Nicht umsonst wird heutzutage von der Handwerkskunst gesprochen. Insbesondere die Auszubildenden, die sich für die Steinbildhauerei entscheiden, haben die Möglichkeit, wahre Kunstwerke anzufertigen. Gerade in der Gestaltung von Grabsteinen hat sich viel getan. Grabsteine sollen die Individualität des oder der Verstorbenen widerspiegeln. Sie verwandeln ein Grab zu einer Gedenkstätte für Angehörige. Für die Grabsteingestaltung ist viel handwerkliches Geschick und Einfühlungsvermögen erforderlich.

Ein Steinmetz erschafft eine Küche

Gerade im Trend sind Outdoor-Küchen und Grills aus Natursteinen. Jeder Grill und jede Küchen müssen nach den individuellen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden gestaltet und an die entsprechende Umgebung angepasst werden. Aus Marmor, Schiefer oder Muschelkalk gestaltet, ist jede Outdoor-Küche ein Unikat, das die Fertigkeiten des Steinmetzes hervorhebt.

 

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