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4 Tipps: Holz vor Wettereinflüssen schützen

15. Oktober 2021

Verschiedene Wettereinflüsse und Schädlinge setzen Holz oft sehr zu. Damit man lange Freude an seinen Holzmöbeln und der Terrasse mit Holzbelag hat, empfiehlt es sich, das Holz im Außenbereich gut zu schützen. Vier hilfreiche Tipps, um Holz im Außenbereich vor Witterungseinflüssen wie Regen, Wind oder UV-Strahlung optimal zu schützen.

Schutz durch Überdachung

Den besten Schutz vor Wettereinflüssen bieten vor allem große Dachüberstände. Besonders Wandkonstruktionen aus Holz werden dadurch optimal vor Regen, Schnee und UV-Strahlung bewahrt. Außerdem sollten Außenbauteile, die der direkten Witterung ausgesetzt sind, keine scharfen Kanten und Ecken haben. Grund hierfür ist, dass ein Anstrich weniger gut haften würde und abplatzen könnte.

Erdkontakt vermeiden

Durch direkten Kontakt mit feuchten Stellen, wie dem Erdreich, kann Holz faulen. Sämtliche Holzbauteile im Außenbereich sollten deshalb nicht direkt in die Erde eingegraben werden. Kein Holzschutz kann dem dauerhaft feuchten Erdboden entgegenwirken. Ein erster Tipp, um Fäulnis zu vermeiden, kann sein, das Holz mithilfe von Kies und Steinen vor einem direkten Kontakt mit dem Boden zu schützen.

Eine noch effektivere Möglichkeit für den Feuchteschutz ist es, das Holz vom Untergrund loszulösen. Gemacht wird das vorzugsweise mit Metallankern. Diese werden auf die Holzbauteile aufgeschraubt und dann in ein Fundament aus Beton eingelassen.

Mit Holzschutzmitteln imprägnieren

Wenn allerdings Holzbauteile im Außenbereich immer wieder feucht werden, alle anderen Schutzmaßnahmen, die baulicher Natur sind, nicht greifen und Fäulnis droht, sollte schließlich zu speziellen Holzbehandlungsmitteln gegriffen werden. Die Mittel, die chemische Gifte enthalten, müssen so tief es geht in das Holz eindringen, um einen perfekten Schutz vor Niederschlag und Nässe zu bieten. In Fachkreisen wird deshalb von einer Imprägnierung gesprochen und nicht von einem normalen Anstrich.

Zu beachten dabei ist außerdem, dass es nicht ausreicht, das Holzschutzmittel nur mit einem Pinsel anzubringen. Dadurch kann das Mittel lediglich einige Millimeter in das Holz eindringen. Der chemische Wirkstoff sollte deshalb im Zuge einer Kesseldruckimprägnierung aufgetragen werden. Darunter versteht man ein Holzschutzverfahren, bei dem unter Druck ein Holzschutzmittel in das Material gepresst wird und deshalb in tiefere Schichten einziehen kann.

Anstriche: Lacke und Lasuren

Natürlich kann Holz im Außenbereich aber auch mit dafür geeigneten Lasuren und Lacken vor Witterungseinflüssen geschützt werden. Handelsübliche Anstriche können Holzoberflächen unter freiem Himmel einen gewissen Schutz vor Niederschlägen und UV-Strahlen verleihen. Vorbeugend gegen Insekten oder Pilze helfen die Anstriche allerdings nicht. Generell wird mit den Lacken und Lasuren eine Schutzschicht gegen Regen und Sonne aufgebaut. Wasser kann abperlen und die UV-Strahlen werden durch die Farbpigmente reflektiert.

 

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