Foto: Carola68, Pixabay

Streichen, gipsen oder tapezieren?

19. Oktober 2021

Wenn der eigene Neubau fertig ist oder es in der Wohnung oder dem Haus einfach mal Zeit für eine Veränderung wird, stellt sich die Frage, wie die Innenwände gestaltet werden sollen. Es gibt verschiedene Methoden, um Farbe an die Wände zu bringen. Doch welche Vorteile gibt es beim Streichen, Gipsen und Tapezieren? 

Pro und Contra Streichen

Wenn die Wände glatt und ohne Risse verputzt sind, bietet sich das Streichen an. Oft reicht dafür eine Person aus, da es relativ einfach und schnell geht. Hat man sich nach einer Zeit an der Wandfarbe sattgesehen, ist ein späteres Überstreichen problemlos möglich. Im Gegensatz zu Tapeten ist Streichen kostengünstiger und mit Effektschwämmen lässt sich der Effekt von einigen Tapeten sogar nachahmen. Besonders in Altbauten ist Streichen ein guter Tipp, da die Wände so besser atmen können und die Bildung von Schimmel verhindert wird. 

Oft reicht ein Anstrich nicht aus, damit es gleichmäßig aussieht und ausreichend deckt. Zweimaliges Streichen schafft zwar ein ebenmäßiges Aussehen, sorgt aber auch für einen hohen Farbverbrauch und somit für höhere Kosten. 

Pro und Contra Gipsen 

Einige Putzarten, sogenannte Farbputze, enthalten bereits Farbe und machen ein Streichen überflüssig. Beim Gipsen kann man sowohl glatte Oberflächen als auch Oberflächen mit Struktur schaffen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man verputzte Wände jederzeit mit normaler Wandfarbe überstreichen kann. Putze können das Raumklima regulieren, hemmen die Feuchtigkeit im Zimmer und wirken teilweise sogar schalldämmend. Das Gipsen verleiht den Räumen einen einzigartigen Charakter und bietet viel Spielraum für Dekorationen. 

Nachteilig ist, dass glatte Oberflächen beim Verputzen eine echte Herausforderung sind. Im Besten Fall ist das Auftragen von Putz einem Profi zu überlassen, was mit relativ hohen Kosten verbunden ist.

Pro und Contra Tapezieren

Bei Tapeten kann man aus tausenden Farben und Mustern auswählen und so am besten auf die individuellen Vorstellungen eingehen. Die klassische Raufasertapete kann bei Bedarf problemlos überstrichen werden. Wenn in den Wänden beispielsweise Bohrlöcher sind, können diese mit der Tapete optimal verdeckt werden. Bei gestrichenen Wänden hingegen scheinen sie meist noch durch. Tapeten lassen sich auch leichter ablösen als einige Putzarten. 

In Feuchträumen wie dem Badezimmer entsteht viel Wasserdampf, deshalb ist dort eine Tapete nicht empfehlenswert. Durch das Ausmessen, Schneiden und Kleben ist der Zeitaufwand beim Tapezieren zudem relativ hoch.

Alle drei Möglichkeiten bieten zahlreiche Vorteile und sind für Innenräume geeignet. Letztendlich kommt es auf den persönlichen Geschmack und die eigenen Vorlieben an. Maler:innen und Lackierer:innen können vor Ort Empfehlungen aussprechen und über weitere Vor- und Nachteile aufklären. 

 

 

Mehr Informationen zum Thema Malen & Lackieren finden Sie hier.